Die Auslober

Die Vielfalt des Holzbaus wird präsentiert!

Landeshauptmann-Stellvertreter Wolfgang Sobotka

Der Niederösterreichische Holzbaupreis wird heuer zum 15. Mal ausgelobt. In den vergangenen Jahren haben Neubauten im privaten wie auch im öffentlichen Bereich und Nutzbauten in Holz zu einem neuen Selbstverständnis in der Baukultur geführt und Niederösterreich nachhaltig geprägt.

Immer einfallsreicher und kreativer werden die Planungen von Objekten, da der Bau- und Werkstoff Holz neue, technische Möglichkeiten erlaubt, die in der Formgebung und Stilistik mit kaum einem anderen Material möglich sind. Und immer mehr Architekten erkennen für ihre Kunden die Vorzüge, Holz richtig in Szene zu setzen, nachhaltigen Lebens- und Werkraum zu schaffen. Vielfältiger könnte das Bild kaum sein, wenn man sich die vielen hundert Projekte ansieht, die in den letzten Jahren der fachkundigen Jury vorgelegt wurden. Heute können wir mit Recht sagen, dass sich Niederösterreich zu einem Holzbauland entwickelt hat. Das bedeutet auch wesentliche Impulse für die heimischen Betriebe und sichert Arbeitsplätze im ganzen Land.

Bauen mit Holz ist für uns auch in Hinblick auf den sorgsamen Umgang mit unserem Lebensraum ein wichtiges Thema. Als ökologischer Baustoff leistet Holz einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz und zu mehr Lebensqualität in den eigenen vier Wänden. Ökologisch bewusstes Bauen steht für uns in Niederösterreich auch in der Wohnbauförderung schon lange an erster Stelle. Der Holzbau hat dabei bereits seinen festen Platz eingenommen. Uns ist es ein besonderes Anliegen, über das Thema Bauen mit Holz neue Zugänge sowie ein neues Bewusstsein zu schaffen. 

Der Holzbaupreis soll die Projekte vor den Vorhang holen, wo BauherrInnen, Planer und Holzbaubetriebe Mut zeigten, etwas Neues, Ansprechendes und Nachhaltiges entstehen zu lassen. Wir wollen die Vielfältigkeit von Holz aufzeigen und ebenso die junge Generation von Planern ermutigen, sich in Zukunft verstärkt mit dem Naturbau- und Werkstoff Holz auseinanderzusetzen. Das ist gelebte Nachhaltigkeit, die wir fördern und auch weiterhin unterstützen wollen.

Mag. Wolfgang Sobotka
Landeshauptmann-Stellvertreter

KommRat Franz Schrimpl

Zukunftsträchtig und universell

Der Niederösterreichische Holzbaupreis hat mit vielen hundert Holzbauten den Grundstein für diese Erfolgsgeschichte in Niederösterreich gelegt.

Dank konsequenter Entwicklungen im Einsatz von Holz haben wir einen Werk- und Baustoff, der wie kein anderer Universalcharakter besitzt. Es verwundert also nicht, dass immer mehr BauherrInnen, Entscheidungsträger und Planer auf den Baustoff Holz setzten; er ist wie kein anderer mit Attributen behaftet, die letztlich für sich sprechen. In Zeiten wie diesen, wo Ressourcen gezielt und effizient eingesetzt werden müssen, spielt Holz klar seine Vorteile aus und ist im Stande Dimensionen zu erreichen, wie sie kaum mit einem vergleichbaren Bau- und Werkstoff umgesetzt werden können. Neben dem Neubau und der Sanierung im Ein- und Zweifamilienhausbereich geht Holz immer stärker in die Höhe und Breite, bildet die Basis für grosse Hallen, Zweckbauten, Grossimmobilien, landwirtschaftliche Nutzbauten oder touristische Einrichtungen. Dem Holz sind faktisch keine Grenzen mehr gesetzt!

Entscheidungen, die zugunsten des Einsatzes von Holz getroffen werden, sind letztlich auch jene, bei denen klar ein wesentlicher Beitrag zur Stabilisierung unseres Klimas gemacht wird, wenn man bedenkt, dass durchschnittlich ein Kubikmeter Holz fast eine Tonne CO2 bindet. Und nicht zu vergessen ist die wirtschaftliche Komponente: Die Holzwirtschaft in Niederösterreich ist der zweitstärkste Wirtschaftszweig neben dem Tourismus. Bauen mit Holz heißt Sicherung der Arbeitsplätze im Land. Holz ist eines unserer stärksten Exportgüter, Holz ist aber auch regional, und eines ist Holz auf alle Fälle: genial!

KommRat Franz Schrimpl
Obmann proHolz Niederösterreich

DI Felix Montecuccoli
(Fotocredit: LFBÖ/APA-Fotoservice/Rossboth)

Vielfältige Leistungen der Forstwirtschaft!

Die österreichische Forstwirtschaft erbringt durch nachhaltige Waldbewirtschaftung vielfältige Leistungen wie Biodiversität, Erholung, Schutz vor Naturgefahren, Wohlfahrtswirkung, Ökologie und Wertschöpfung auf einer Fläche. Damit werden der ländliche Raum erhalten und Arbeitsplätze über die gesamte Wertschöpfungskette „Holz“ in strukturschwachen Regionen gesichert. Die heimischen Forstbetriebe liefern mit dem Rohstoff „Holz“, der noch dazu direkt vor der Haustür wächst, eine wichtige Ressource für einen nachhaltigen Lebensstil.

Die Nutzung von Holz als dauerhafter Roh-, Bau- und Werkstoff gehört zu den intelligentesten und umweltschonendsten Kulturleistungen in der menschlichen Geschichte. Der heimische nachwachsende Rohstoff leistet mit kurzen Transportwegen und einer geringen Energiebelastung einen wesentlichen Beitrag zum aktiven Klimaschutz. Alle 40 Sekunden wächst in Österreichs Wäldern mit 40 Kubikmetern Holz die Menge nach, die für den Bau eines Einfamilienhauses in Holzbauweise benötigt wird. Gebäude aus Holz schaffen nicht nur eine energieeffiziente und angenehme Wohn- und Arbeitsumgebung, sie tragen darüber hinaus zur CO2-Reduktion bei. So bindet ein einziges Einfamilienhaus in Holzbauweise ca. 40 Tonnen CO2. Österreich hat mit einem hohen Waldanteil, einer etablierten nachhaltigen Forstwirtschaft, einer gut ausgebauten Holzindustrie und anerkannten holzbasierten Forschungseinrichtungen die besten Voraussetzungen, eine Vorreiterrolle im Holzbau einzunehmen. Der niederösterreichische Holzbaupreis holt die hervorragenden Leistungen rund um die Holzverwendung vor den Vorhang. Damit nimmt er als renommierte Auszeichnung in der Holzbauszene einen wichtigen Stellenwert ein und unterstreicht die ökologische, soziale und ökonomische Bedeutung des heimischen Roh-, Werk- und Wertstoffes Holz.

DI Felix Montecuccoli
Präsident der Land&Forst Betriebe Österreichs