Kindergarten 1

Anerkennung Öffentliche- und Kommunalbauten, Preisträger, Jahr 2011

Im Bestand war ein vier-gruppiger Kindergarten aus dem Jahr 1973. Als Zuzugsgemeinde entstand ein Bedarf an zusätzlichen Gruppenräumen. Im Norden wurde ein kleiner Teil mit verwinkelten Räumen abgebrochen und durch einen Massivbau (grüne Fassade) ersetzt. Der überwiegende Teil des Kindergartens (Stahlbeton im Bestand) wurde jedoch in seiner Substanz erhalten. Die bestehende Decke durfte aber nicht weiter belastet werden. Zur Lastaufnahme und zum Ausgleich der sehr stark strukturierten EG-Decke wurde vollflächig eine neue Holzdecke (Holzträgerrost) gelegt. Die entstehenden Hohlräume zwischen alter STB-Decke und neuer Holzdecke werden als Installationsraum genutzt. Das Obergeschoss über dem Altbau besteht aus einem Holzriegelbau mit einer großteils sichtbaren Massivholzdecke. Als Fassadenverkleidung wurden profiliert gehobelte Lärchenbretter verdeckt montiert.

Jurybegründung für Anerkennung:

Beispiel von unverzichtbarem Einsatz des Holzes im Bauen mit dem Bestand.Der statisch nicht belastbare Bestand von 1973 ist durch eine Aufstockung in Holz zu einem 8-gruppigen Kindergarten erweitert worden.Das Projekt demonstriert eindrucksvoll, dass für solche Erweiterungen der Baustoff Holz in moderner konstruktiver Anwendung ohne Alternative ist.

Architekt/Planer

Walter Brandhofer, Architekt, Purgstall, www.bbarch.at

Bauherr

Marianne Fallmann, Marktgemeinde Purgstall , Purgstall, www.purgstall-erlauf.gv.at

Ausführendes Unternehmen

Franz Pabst , Pabst Holzverarbeitungsges.m.b.H., Aschbach, www.pabst.at

Statiker

Christian Mayr , DDr. Bölcskey & Partner, Persenbeug, www.bp-statik.at/2008/

Holzanteil

190m3

etwa 190t CO2 Einsparung
Energiekennzahl

15



Die Besten 2011